Politik und Wirtschaft
Liegt unsere Zukunft in den richtigen Händen?
Die Einigung (Planspiel 11 E-d)
Tag 3 der Klimakonferenz in Taunusstein Bleidenstadt war der Tag der Entscheidungen. Würden die Beteiligten zu einer Einigung im Kampf gegen die Klimaerwärmung kommen und einen Vertrag aufstellen können? Oder würden die Vertreter ohne Ergebnis auseinander gehen?
Um zu einer Entscheidung zu kommen, wurden die Teilnehmer zuerst aufgefordert anzugeben, um wie viel sie bereit seien ihre Treibhausgasemissionen zu senken. Außerdem mussten die Industrieländer, Deutschland, die USA und Russland, bekannt geben, mit wie viel Prozent ihres Bruttoinlandproduktes sie die Entwicklungsländer unterstützen würden. Hinzukommend musste ein Überwachsungssystem festgelegt und ein Abkommen über den Schutz der Regenwälder getroffen werden. Dass eine Einigung alles andere als einfach werden würde, war von vorneherein klar.
Während Saudi-Arabien und Indien nur wenig einsparen wollten, hatte sich Deutschland mit 40% ein hohes Ziel gesetzt.
Im „Mittelfeld“ lagen Russland, Brasilien, die Malediven und China. Die USA wollte bis 2030 sogar 35% einsparen.
Für den Schutz der Regenwälder hatte kein Land Unterstützung eingeplant. Er gebe „keinen Pfennig für Regenwälder“ meinte ein Vertreter der Malediven.
Schwierig war es auch eine Einigung bezüglich der Unterstützung für die Schwellen- und Entwicklungsländer durch die Industrieländer zu finden.
Während die Entwicklungsländer möglichst viel finanzielle Unterstützung fordern, erklärte sich die USA bereit, höchstens 0,5% ihres BIP abzugeben. Dafür könnten sie aber ihre Treibhausgasemissionen nicht in dem Umfang vermindern. Beides ließe sich nicht vereinen, ohne dass die Wirtschaft schaden tragen würde. „Je mehr Industrie, desto mehr Verantwortung“, entgegnete Tim Kaulfuß daraufhin.
Deutschland und Russland sagten den Entwicklungsländern eine Unterstützung von 0,6% ihres BIP zu. Dieser Vorschlag wurde nach einer langen Diskussion, in der immer wieder die Forderung aufkam, dass die USA ein höheres BIP geben müsse, angenommen.
Auf die Verhandlungsversuche reagierte ein Vertreter der USA mit: „Wir sind hier nicht auf einem Markt, wir sind auf einer Klimakonferenz.“
An Tag 4 sollte schließlich der Klimavertrag ausgehandelt werden.
Es folgten weitere Diskussionen, da einzelne Länder ihre Entscheidung, die CO²-Emissionen- Senkung hochzuschrauben, von anderen Ländern abhängig machten.
So erwarteten Saudi-Arabien und China von den USA einen höheren Beitrag zur Senkung, während diese eine Entscheidung Chinas abwarteten.
Die USA bestritten, dass sie jemals eine Senkung um 35% bis 2030 zugesagt hätten und wollten zwischenzeitlich sogar aus Protest ihren BIP zurückziehen.
Letztendlich kamen folgende Ergebnisse zustande:
Russland, Brasilien und die USA waren zu einer Senkung von 25% bereit.
Saudi-Arabien und Indien wollen ihre CO²-Emissionen bis 2020 um 15% senken, während China auf 18% hochging. An der Spitze stehen jedoch Deutschland mit 40% und die Malediven mit 50%.
Die UNO wird zukünftig als Überwachungsorgan tätig sein. „Wenn ein Land die vertraglichen Bedingungen nicht einhält“ drohen Sanktionen, wie Handelsembargo und Geldzahlungen, die negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben würden.
Doch weiterhin sehen einige Länder nukleare Energie als „vorübergehende Lösung“.
Aber kann die Menschheit ein zweites Fukushima verkraften?
Antonia Horlacher und Laura Schnöd
Rettung durch Atomkraftwerke?
Der zweite Tag der Klimakonferenz (Planspiel 11d)
Am Donnerstag, dem 15. März 2012 fand in Taunusstein der zweite Teil der diesjährigen Klimakonferenz statt.
Mithilfe von Kleingruppen hofften die Vorsitzenden auf eine baldige Einigung bezüglich des neuen Klimavertrags. Zu diesem Zweck schlossen sich also jeweils zwei Länder mit ähnlichen Zielen im Klimaschutz zusammen. Somit entstanden vier Gruppen: Deutschland und Malediven, Saudi-Arabien und USA, Brasilien und Russland und Indien und China.
Während der Beratungen, erreichte uns eine Katastrophenmeldung. Eine Bohrinsel war im Golf von Mexiko explodiert, sodass zurzeit bis zu 7000 Tonnen Öl ins Meer fließen. Es gelingt den Ölfirmen nicht, den Austritt unter Kontrolle zu bringen. Eine Ölpest bedeutet eine
massive Verschmutzung des Meeres sowie dramatische Auswirkungen auf Flora und Fauna.
Wiederholt wies Saudi-Arabien darauf hin, dass sie als Öllieferanten keine Schuld an dem Unglück träfe. In den anderen Gruppen gingen die Diskussionen weiter.
„Wir bauen eine Arche“, schlug ein Vertreter der Malediven vor, um die Bewohner der Inselgruppe vor Überschwemmungen schützen zu können.
Die Vorsitzenden scheinen recht zufrieden mit dem Verlauf der Klimakonferenz, obwohl sie die teilweise fehlende Ernsthaftigkeit und die zahlreichen Differenzen vor allem von Seiten der USA und der Malediven bemängelten.
Nach 20-minütiger Besprechung hatten sich dann auch tatsächlich alle Länder geeinigt:
Deutschland gibt nach wie vor eine Verringerung der CO²-Emissionen um 40% und eine Umstellung auf erneuerbare Energien bis zum Jahr 2020 als oberstes Ziel an. Die Vertreter hoffen auf Partnerschaften zwischen den einzelnen Ländern, um dauerhafte Maßnahmen zur Rettung der Erde fördern zu können.
Und auch die Malediven setzen weiterhin auf Sonnen-, Wasser- und Windenergie.
Während Brasilien den CO²-Ausstoß um 20% verringern will, möchte Russland seinen Verbrauch um weitere 10%, mithilfe eines Atomkraftwerks, zurücksetzen. Um das zu erreichen, fordern sie die Unterstützung der anderen Länder.
Die USA möchte mithilfe einer Ölsteuer die Konsumenten zu weniger Verbrauch drängen.
Als Antwort erhöht Saudi-Arabien die Ölpreise. Durch Solaranlagen möchten sie ihre Emissionen zurückschrauben. Dabei zählen sie auf die Unterstützung Deutschlands.
Da China größtenteils fossile Brennstoffe wie Kohle zur Energiegewinnung nutzt, sollen die Emissionen durch den Bau eines Atomkraftwerks um bis zu 10% verringert werden. Ohne die Unterstützung der anderen Länder können sich die Vertreter allerdings keine weiteren Senkungen vorstellen, da sie mit wirtschaftlichen Problemen zu rechnen hätten.
Und auch Indien möchte die Energiegewinnung durch Kohle mit 15% Atomkraftenergie und 10% Wasserenergie senken.
Doch wie am Beispiel Japan zu erkennen ist, stellt auch nukleare Energie eine Gefahr für die Umwelt und somit keine dauerhafte Lösung dar.
Schon in wenigen Jahren könnte es deshalb zu weiteren Konferenzen kommen.
Antonia Horlacher und Laura Schnöd
Wir sind eine „globale Einheit
Der erste Tag der Klimakonferenz
Das erste Aufeinandertreffen der Mitglieder der diesjährigen Klimakonferenz in Taunusstein Bleidenstadt, am 12.03.2012 war von großen Meinungsverschiedenheiten und heftigen Wortwechseln geprägt.
Nach der Begrüßung der einzelnen Länder, USA, Deutschland, China, Malediven, Indien, Russland, Brasilien und Saudi-Arabien, eröffnete Tim Kaulfuß die Konferenz mit der deutlichen Erklärung, dass die „Differenzen zwischen den einzelnen Ländergruppen“ ein Hindernis seien, das es zu überwinden gelte. Schließlich bildeten alle Länder eine „globale Einheit“ und seien aufeinander angewiesen.
Die Vertreter der Malediven machten deutlich, dass ihnen große Gefahr durch den ansteigenden Meeresspiegel drohe. Sie forderten die Industrieländer auf, ihre Co²-Emissionen zu verringern und teilten mit, ihr Ziel sei es bis 2020 ein CO² neutrales Land, das auf erneuerbare Energien setzen kann, werden zu wollen.
Die anwesenden Vertreter aus Indien gaben ebenfalls zu verstehen, dass ihnen vor allem das Abschmelzen der Gletscher Sorgen bereite. Sie seien ebenfalls bereit, ihre Treibhausgasemissionen zu verringern.
Allerdings erklärten sie sich nur unter der Bedingung einverstanden damit, einen Klimaplan zu erstellen, sofern die USA ebenfalls bereit sei zum Handeln.
Mit dieser Forderung waren sie nicht die Einzigen, vor allem Russland und China verlangten eine Integration der USA, als eines der größten Industrieländer, in die Führung der Klimapolitik.
Diese wiederum nannte die große Landesfläche und die bisher erfolgreiche Wirtschaft als Gründe für den hohen CO²-Ausstoß. Ihre Klimapolitik sei außerdem aufgrund der Terroranschläge vom 11. September 2001 an zweite Stelle gerückt.
So hofften die Vertreter der USA auf Einsicht und Verständnis - vergeblich.
Der Vorschlag, die Einwohner der gefährdeten Inselgruppe Malediven umzusiedeln, sorgte für viel Gelächter auf Seiten der anderen Länder. „Dann fangen Sie schon mal an, schwimmen zu lernen“, gab der Vertreter daraufhin leicht pikiert zurück.
Auch China nannte wirtschaftliche Gründe für ihre Emissionen: Die hohe Wachstumsrate ihres Landes und die Bevölkerungsdichte (1,2 Milliarden Menschen). Sie sehen sich nicht als Hauptverantwortliche und seien noch nicht bereit, in den Klimaschutz einzusteigen, da ihnen momentan „noch die Mittel [fehlten], um das erreichen zu können“. China fordert die gleiche Chance sich auf den Klimaschutz vorbereiten zu können, wie sie alle anderen Länder, ihrer Meinung nach, auch gehabt hätten.
Brasilien und Russland gaben ebenfalls eine Verringerung der Treibhausgasemissionen an. Russland habe seinen Ausstoß in den vergangenen Jahren schon um 27,2% gesenkt. Trotzdem forderten sie finanzielle Unterstützung von den Industrieländern.
Nach all diesen Schuldzu- und Abweisungen erklärten die Vertreter Deutschlands sehr überzeugend, dass sie den Willen hätten, aktiv etwas verändern zu wollen. „Klimawandel […] [kenne] keine Grenzen“ appellierte die Rednerin energisch und forderte konkrete Maßnahmen und strikte Regeln, um auf nukleare Energie verzichten zu können. Deutschlands Ziel sei es, bezahlbare, umweltfreundliche Energie in ausreichender Menge zu erzeugen und den CO²- Ausstoß auf 2t pro Kopf zu senken. Bis 2020 möchte Deutschland seine Treibhausgasemissionen somit um 40% (im Vergleich zu 1990) senken und bietet gleichzeitig finanziell schwächeren Ländern, Partnerschaften an.
Saudi-Arabien dagegen wies alle Schuld am Klimawandel von sich, da sie, als Ölhauptlieferant, nicht verantwortlich für die anschließenden Umweltschäden seien. Diese trügen nur die Industrieländer und die Verbraucher des Öls.
Daraufhin entgegnete Tim Kaulfuß: „Das ist doch bescheuert.“ Diese Aussage blieb nicht die einzige denkwürdige an diesem Vormittag. Ein Vertreter der Malediven trat mit den Worten: „Ich hab’ da eh keine Ahnung von“ vom Rednerpult.
Eines aber steht fest: Wenn nicht bald ein Land die Führung im Kampf gegen die Klimaerwärmung übernehmen wird, sondern alle weiterhin nur ihre eigenen Ziele verfolgen, wird es niemals zu einer zufriedenstellenden Einigung kommen können, und das obwohl der Schutz und die Zukunft unserer Erde Themen sind, die für uns alle Vorrang haben sollten.
Antonia Horlacher und Laura Schnöd
Einigung in Sicht ? (Planspiel 11d)
Die Zukunft der Klimapolitik
Ab Montag, dem 13. März findet am Gymnasium Taunusstein in Hessen die diesjährige Klimakonferenz unter der Leitung von Tim Kaulfuß und Florian Stickl statt.
Zu diesem Ereignis werden sich die Vertreter der Länder China, Deutschland, USA, Saudi-Arabien, Indien, Malediven, Russland und Brasilien zusammenfinden, um über die Zukunft der Klimapolitik, des Kyoto-Protokolls und somit über die Verringerung von Treibhausgas Emissionen zu entscheiden.
In den vergangenen Jahren drohte der Klimastreit mehrfach zu eskalieren und das Kyoto-Protokoll zu scheitern. Das lag unter anderem daran, dass nur wenige Länder dazu bereit sind durch Einschränkungen ihre Wirtschaft und Konkurrenzfähigkeit auf dem Internationalen Markt zu gefährden oder anderen Ländern Vorteile zuzugestehen.
Zu Recht geben die Schwellenländer an, dass der Temperaturanstieg vor allem durch die hohe Produktion von Konsumgütern in Industrieländern wie der USA verursacht worden wären und somit diese Länder die größte Rolle im Klimaschutz übernehmen sollten. Die USA hingegen weißt daraufhin, dass die Schwellenländer die Einsparungen der Industrieländer zunichte machen würden, wenn der CO²-Ausstoß noch weiter ansteigt.
Alle Beteiligten hoffen auf eine baldige Einigung, mit der alle Staaten zufrieden sind. Ein zentrales Ziel besteht darin, die USA endlich in den Klimaschutz zu integrieren und Kanada zum erneuten Beitritt zu bewegen. Und wir werden erfahren, was nach 2012 passiert, wenn das Kyoto-Protokoll ausläuft.
Antonia Horlacher und Laura Schnöd
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